Junge Christen bekräftigten den Glauben am 23. Mai 2015

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer firmte in der Ihrlersteiner Pfarrkirche 39 Jugendliche aus Ihrlerstein und Essing.
Ihrlerstein.„Firmung ist nicht Endstation, sondern Beginn des Lebens als junge Christen“, sagte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer bei der Firmung der Jugendlichen aus Ihrlerstein und Essing in der Brandler Josefskirche, wobei er sie dazu aufforderte, ihrem Glauben treu zu bleiben und ihn auch in der Öffentlichkeit zu vertreten.

Sonntagsneurose entwickelt

Der Besuch des Sonntagsgottesdienstes gehöre dazu, meinte der Bischof im Verlauf seiner Ansprache und führte an, dass junge Leute zwischen 25 und 50 Jahren leider oftmals eine Sonntagsneurose entwickelten. Ihne sollte man nicht nacheifern. Gedanklich führte er die Firmlinge zurück in die Zeit, in der sie getauft wurden, was ohne ihr Wissen und auch ihren bekundeten Willen geschah. Ebenso wie die Namensgebung erfolge dies durch die Eltern, denen es wichtig gewesen sei, ihren Kindern die Grundlage zum Glauben mitzugeben. Auch das Geburtsland und die Muttersprache könnten die neugeborenen Kinder nicht selbst aussuchen. Nun aber könnten sie bezüglich ihres Glaubens selbst entscheiden. Die Firmung sei der Moment, das zu bejahen, was als Neugeborene für sie entschieden worden sei, betonte er.

Immer wieder auf Anna Schäffer eingehend, zu deren Theaterspiel er zum ersten Mal in Ihrlerstein weilte, sagte er, dass das Wirken des Heiligen Geistes auch durch sie spürbar geworden sei. Der Heilige Geist halte die Kirche des Leibes Christi zusammen. Zum Glauben an ihn bekannten sich die jungen Christen dann auch, als sie die gestellten Firmfragen beantworteten und sich zu ihrem Glauben bekannten.

Eigens gegründeter Projektchor

Assistiert von Pfarrer Martin Stempfhuber nahm Bischof Rudolf den Firmungsakt vor, zu dem die Firmlinge gemeinsam mit ihren Patinnen oder Paten an den Altar traten und der Bischof sie durch Handauflegen in den Kreis der gefirmten Christen aufnahm. Einen besonderen Akzent erhielt das Fest der Firmung in der Brandler Pfarrkirche durch den eigens gegründeten instrumental begleiteten Projektchor unter Johannes Ott, der alle Gottesdienstteilnehmer begeisterte. Ihm und allen, die das Fest so gut vorbereitet hatten dankten Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Pfarrer Martin Stempfhuber.